Alfred Wegener: Die Entstehung der Kontinente und Ozeane (1929)

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5. Geologische Argumente.

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für die 1924 erschienene großzügige Untersuchung Argands über die Tektonik Asiens [20].

Wir geben in Abb. 22 eine seiner Darstellungen wieder, welche seine Auffassung von dem großartigen Zusammenschub Hochasiens erläutert. Sie stellt einen Meridionalschnitt von Indien bis zum Tien-schan dar, gedacht für den Schluß der Tertiärzeit; schraffiert

Abb. 23.

Tektonische Karte des Gondwanalandes, nach Argand.

l vorherrschend Sima; 2 = Gebiete, in denen die antiklinale Grundhaltung überwiegt; I, II,III = die drei Zweige der inneren Virgatiou der Gondwanaacholle; 3 = Kulminationsachsen der Grundfalten; 4 = Senkungsachsen der Grundfalten ; 5 = Verbindungen, a, b, c = afrikanisches, arabisches, indisches Vorgebirge des

Gondwanalandes.

bedeutet das tragende Sima, weiß die Sialschollen, punktiert die aus der Tethys hervorgegangenen Produkte. Die vom Sial mitgerissenen basischen (Sima-) Gesteine sind angedeutet. Die Pfeile geben die relative Bewegung. In der Hauptsache hätten wir es also hier mit einer riesigen Überschiebung zu tun, bei welcher die Sialscholle Lemuriens unter die asiatische Scholle hinuntergeschoben ist.


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Das Original des Werkes wurde freundlicherweise von der Universitätsbibliothek Köln zur Verfügung gestellt. Einscannen, Bearbeitung und OCR durch Kurt Stüber, Oktober 2003.
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© Kurt Stueber, 2003