Besuch des botanischen Gartens in Jena am 22. März 1999

Kurt Stüber

Anläßlich des Besuch einer Konferenz in Jena hatte ich Gelegenheit kurz den botanischen Garten zu besuchen. Er liegt sehr central am Fürstengraben. Die Jahreszeit war eigentlich noch sehr frueh, so daß nur einige Frühjahrsblüher im Außengelände zu erblicken waren. Doch die großen miteinander verbundenen Gewächshäuser zeigten eine reiche Fülle von schönen Tropengewächsen auch schon zu dieser Zeit.

Der Garten kann nur ueber den Gewaechshausbereich betreten werden. Der Eintritt kostet 2,- DM, ein sehr angenehmer Preis. An der Kasse erhält man auch eine ganze Reihe sehr schöner Broschüren über den Garten und einige Hefte über Orchideen, alles zu recht geringen Preisen. Ich habe dort dann von allen Postkarten, die vorhanden waren, je ein Exemplar gekauft (-,50 DM das Stück). Der Garten ist berühmt wegen des Gingkobaumes, den bereits Goethe kannte (ein weiblicher Baum mit einem männlichen aufgepfropften Ast, oder umgekehrt?). Der Gingkobaum war allerdings zur Zeit ohne Blätter. Auch im Eingangsbereich sind einige Schaukästen mit wechselnden Ausstellungen. Anläßlich des Goethe-Jahres 1999 wurde an Goethes botanische Forschung erinnert, an Goethea cauliflora, eine Pflanze die den Namen des größten deutschen Dichters für alle Ewigkeit bewahren soll usw. Ein andere Vitrine zeigte Verwendungen des Gingkobaumes in der Volksmedizin und Homoeopathie sowie für die menschliche Ernährung. Gegenüber der Kasse befand sich die größte Vitrine mit einer Sammlung lebender Orchideen. Leider waren diese hinter Glas, so daß ich sie schlecht fotographieren konnte, da sonst der Blitz, der hier nötig gewesen wäre in der Scheibe reflektiert hätte.

Vom Eingangsbereich kommt man in den Rundgang durch die Gewächshäuser. Diese sind in verschiedene Klimazonen unterteilt, es beginnt mit einer Wüstenzone mit Kakteen, geht dann zu einem Kalthaus mit mediterranen Pflanzen, bis zu einen Tropenhaus mit Teich. Leider fing es w&auuml;hrend meines Aufenthalts in den Gewächshäusern an, in Strömen zu regnen, so daß es recht dunkel wurde, wodurch einige Fotographien leider etwas zu dunkel wurden. Das Dach des großen Gewächshauses ist teilweise schadhaft, soll aber demnächst repariert werden.

Als das Wetter besser wurde, konnte ich auch die weitläufigen Außenanlagen des botanischen Gartens inspizieren. Es fand sich eine noch blühende Cornellkirsche. In Köln war dieser Baum zu diesem Zeitpunkt bereits verblüht. Jena scheint also klimatisch 1-2 Wochen hinter dem Köln-Bonner Raum zurückzustehen.

Als ich dann am Nachmittag noch einmal in den Garten kam, brauchte ich den Eintritt nicht noch einmal zu entrichten, "Der gelte für den ganzen Tag" wurde mir mitgeteilt.

Es folgt eine Liste von 160 Aufnahmen, die ich mit der SONY MAVICA MVC-FD91 aufgenommen habe, sortiert nach den botanischen Namen. Die Bildgröß war auf 640x480 pixel eingestellt (das kleinere Format) und die Speichergenauigkeit auf STANDARD. Dies ergab etwa 25-35 Bilder pro 1.4 MByte Diskette.